Past Franziskus erhält den Karlspreis 2016

Auf die Feierlichkeiten im Apostolischen Haus folgte ein Empfang mit rund 500 Gästen bei strahlendem Wetter im Garten der Residenz der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl. Annette Schavan sagte in ihrer Begrüßung: „Auch daran sollten wir uns jetzt erinnern: wenn alle Christen in Europa mit einer Stimme für Respekt und Toleranz, für die Würde des Menschen und die Freiheit der Völker sprächen, dann wäre Europa heute stark.“

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Annette Schavan überreichte Papst Franziskus am 08. September ihr Beglaubigungsschreiben. Sie sprachen anschliessend über die Zukunftschancen der jungen Generation, speziell in Europa; über eine sichtbare Verantwortungskultur in Europa, vor allem gegenüber den Armen und über das Verhältnis von Religion und Politik. Neben den Themen der europäischen und internationalen Themen kamen auch zwei Bücher zur Sprache: " Franziskus, der Papst der Überraschungen" von Andrea Riccardi und "Der Gegensatz" von Romano Guardini.

Mehr zu der Begegnung lesen Sie im Interview der Botschafterin mit Radio Vatikan am gleichen Tag.

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Katholische Botschafterinnen und Botschafter besuchen nach der Begegnung mit dem Papst den Petersdom, um dort in der Sakramentenkapelle, in der Marienkapelle sowie am Petrusgrab zu beten. Sie werden begleitet von Mitgliedern der Schweizer Garde.

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In der Residenz der Botschafterin wurde das Buch von Andrea Riccardi: "Franziskus, der Papst der Überraschungen" Kardinal Walter Kasper vorgestellt. Riccardi gründete 1968 die Gemeinschaft Sant'Egidio, die heute weltweit im Dienst des Friedens tätig ist und sich um die Beilegung von Konflikten bemüht. Sein Buch zeigt überzeugend die Linien vom 2. Vatikanischen Konzil zu Papst Franziskus auf und kann als ein Wegweiser zu einer weiterentwickelten Deutung dieses Konzils bewertet werden. Es zeigt: Papst Franziskus macht nicht alles anders. Er macht Ernst mit dem bereits vor 50 Jahren formulierten Verständnis von Fortschritt, das der Option für die Armen Rechnung trägt.

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